Eissport? Ja! – Aber nicht zu Lasten Aller!

In den Augen der FDP-Fraktion ist es nicht Aufgabe der Stadt, ein Stadion für den Profieissport zu bauen. Der ESVK ist ein Wirtschaftsbetrieb mit Einnahmen und Ausgaben. Um seinen Profisport weiterhin betreiben zu können, benötigt der ESVK natürlich Standards, die von der DEL vorgeschrieben sind. Den Profibetrieb und die Voraussetzungen dafür sollte das Unternehmen ESVK aber zumindest größtenteils selbst finanzieren können. Es darf nicht sein, dass die Stadt Kaufbeuren dafür enorme Summen an Steuergeldern aller Kaufbeurer aufbringen muss.

Wo bleibt die Eigeninitiative des ESVK, um dieses Vorhaben selbst mit zu finanzieren? Das Engagement beläuft sich bis jetzt größtenteils auf Polemik, Demonstrationen, Leserbriefe und Drohungen gegen die Initiative des Bürgerbegehrens und seine Unterstützer.

Die Stadt kann es sich schlichtweg nicht leisten, ein Stadion für geschätzte 20 Millionen zu bauen, ohne das Geld an anderer Stelle einzusparen. Wir haben so viele dringende Pflichtaufgaben in den nächsten Jahren zu erledigen: Die Sanierung bzw. der Neubau des Jakob-Brucker-Gymnasiums, die Erweiterung des Feuerwehr-Gerätehauses, die Sanierung der Fußgängerzone und zweier Brücken, die Neubauten der Turnhalle der Beethovenschule und der Mensa für die Sophie-la-Roche-Realschule. Nicht zu vergessen: die zahlreichen freiwilligen Leistungen – etwa für Schwimmbäder, Volkshochschule, Kulturförderung, Vereine und vieles mehr.

Sollte es zum Bau eines Profieisstadions kommen, ausschließlich getragen von der Stadt Kaufbeuren, wären die nächsten Haushalte der nächsten Jahre geprägt sein von enormen Sparmaßnahmen, Investitionsstau, Reduzierung von Budgets und Kürzungen bei freiwilligen Leistungen.

Man muss bei dieser Entscheidung an alle Bürger Kaufbeurens denken!