Eine Frage, Andreas Weiss

Wieso möchten Sie in den Kaufbeurer Stadtrat?

Vor einigen Monaten stand für mich eine Stadtratskandidatur noch gar nicht zur Debatte. Ich hätte auch nie daran gedacht, dass ich mich einmal für ein solches, politisches Amt bewerben werde.

Es fällt mir auch oft schwer, wenn ich von meiner Heimat spreche und darüber, dass ich für diese – unser aller Heimat etwas erreichen will. Die Frage die sich mir immer wieder stellt: was kann ich denn als einzelne Person tatsächlich erreichen?

In einem Stadtrat mit vierzig Mitgliedern wird es sicher schwer werden Ideen durchzusetzen und Entscheidungen zu fällen, die allen Bürgern – jung und alt, arm und reich, Angestellte und Unternehmer gleichermaßen zusagt. Das ist genau die Schwierigkeit in der Politik.

Wie Sehen Sie überhaupt Ihre Chancen für einen Sitz im Stadtrat?

Mittlerweile sind einige Wochen ins Land gegangen und ich habe versucht mit Kommentaren und Ideen meine Person näher zu beschreiben. Wie ich denke, was ich mir für Kaufbeuren vorstellen kann. Immer mehr Menschen kommen auf mich zu und freuen sich darüber, dass ich den Schritt wage und frischen, jungen Wind in den Stadtrat bringen will. Meine Kandidatur ist eine Stimme der Jugend, der heranwachsenden Generation, die aufgrund von starker Politikverdrossenheit alles ‚über sich ergehen lässt’.

Genau hier sehe ich auch meine Stärken, die ich für Kaufbeuren einsetzen möchte. Neue Ideen einbringen, erste Vorschläge entwerfen und zur Diskussion stellen. Es muss eine neue Begeisterung für Politik entstehen, nur so können wir auch in Zukunft Pro-Bürger unsere Stadt und das Leben in ihr gestalten.

Ein guter Freund sagte mir vor Kurzem: „Andreas, Du hinterfragst Dinge ganz anders, bist in keiner Abhängigkeit. Das bietet einen ganz anderen Blick.“

Da mag er vielleicht Recht haben. Aber ist das auch das, was die Bürgerinnen und Bürger von ihren Politikern erwarten? Oder wählt man in Kaufbeuren doch lieber den „George vom Stammtisch“ und den „netten Mann, der mir an der Haustüre ein Gläschen Honig geschenkt hat“?

Auch wenn meine Kandidatur vielleicht nicht mit einem Platz am Runden Tisch enden wird, so hoffe ich dennoch, dass ich mit meinen Ideen und meinem Wahlkampf dazu beitragen kann, dass sich die „Georgs vom Stammtisch“ ein paar dieser Ideen bedienen.

An diese Stelle möchte ich mich auch einmal recht herzlich bei allen Mitgliedern des FDP Vorstandes in Kaufbeuren bedanken, die es mir möglich machen, meine eigene Meinung so frei äußern zu dürfen. Auch wir sind nicht immer einer Meinung, und dennoch bin ich mir sicher, dass wir gemeinsam etwas für die Stadt tun können und werden.

Kaufbeuren verändern – in was?

Natürlich in eine zukunftsfähige Stadt, die nicht darum fürchten muss, dass sie den Anschluss an die Entwicklungen in der Welt verliert. Eine Stadt, die modern und historisch zugleich ist und ihre Vergangenheit weiterhin lebendig hält. Eine Stadt die Heimat für junge und alte Menschen ist, die ein breites Angebot an Job und Freizeitangeboten bietet und sich den Bedürfnissen und Veränderungen der Menschen anpassen kann.

Wir alle glauben an unsere Stadt und wir wissen, Sie tun das auch.

Ihr und Euer Andreas Weiß